Veröffentlicht von: Wirtschaft-MV-Redaktion (geprüft und freigegeben)
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Wirtschaft-MV-Redaktion hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.
Rund 300 Stellen sind betroffen. Die Breyden-Gruppe hält an ihren Plänen fest, während Land, Stadt und Arbeitnehmervertreter nach einer Fortführung suchen.
Die Breyden-Gruppe will die Eisengießerei Ueckermünde zum Jahresende 2026 schließen. Je nach Angabe wären 290 bis 320 Beschäftigte betroffen; nach einem Krisengespräch suchen Land, Stadt und Arbeitnehmervertreter weiter nach einer Perspektive für das Werk.
Betreiber hält an Stilllegungsplan fest
Auch nach dem Treffen mit Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Wolfgang Blank und Ueckermündes Bürgermeister Tino Spiegelberg blieb die Geschäftsführung bei ihrer Entscheidung. An dem Gespräch im Rathaus nahm auch Sebastian Simon teil, Geschäftsführer der Breyden-Gruppe, zu der die Gießerei gehört.
Das Unternehmen begründet die geplante Schließung mit hohen Arbeits- und Energiekosten, einer sinkenden Nachfrage nach den in Ueckermünde gefertigten Gussteilen und einer unzureichenden Auslastung des Werkes. Diese Angaben geben die wirtschaftliche Bewertung des Betreibers wieder. Detaillierte Zahlen zur Ertragslage, zum Auftragsbestand und zu den Kosten des Standortes sind nicht öffentlich bekannt.
Bei der Zahl der Arbeitsplätze gibt es unterschiedliche Angaben. Genannt werden rund 290 bis 320 Beschäftigte. Unabhängig von der exakten Zahl würde die Stilllegung damit mehrere Hundert Arbeitsverhältnisse an einem einzelnen Industriestandort im Landkreis Vorpommern-Greifswald betreffen.
Suche nach einer Fortführung läuft weiter
Landesregierung, Stadt, Betriebsrat und IG Metall wollen Möglichkeiten für den Erhalt des Standortes prüfen. Bei dem Krisengespräch wurden nach Angaben der Beteiligten Vorschläge und Anregungen zur Zukunft des Werkes erörtert. Zu den konkreten Inhalten vereinbarten sie Stillschweigen.
Damit bleibt offen, welche Varianten tatsächlich zur Diskussion stehen und ob sich daraus ein belastbares Konzept entwickeln lässt. Ein Interessent für eine Übernahme ist bislang nicht bekannt. Ebenso ist nicht absehbar, ob die Breyden-Gruppe ihre Entscheidung unter veränderten Bedingungen noch einmal prüfen würde.
Aus wirtschaftlicher Sicht könnte eine Fortführung davon abhängen, ob sich ein Betreiber sowie eine tragfähige Grundlage für Produktion und Finanzierung finden lassen. Das ist eine redaktionelle Einordnung; konkrete Anforderungen oder Zusagen der Beteiligten wurden nach dem Treffen nicht veröffentlicht.
Parallel rücken die Folgen für die Belegschaft in den Mittelpunkt. Für die Woche ab dem 12. Oktober 2026 waren Gespräche über einen Sozialplan mit Abfindungen und über die mögliche Bildung einer Transfergesellschaft angekündigt. Ergebnisse dieser Gespräche lagen zunächst nicht vor. Betriebsrat und IG Metall hatten die Beschäftigten zuvor dazu aufgerufen, zunächst weiterzuarbeiten und keine Aufhebungsverträge zu unterschreiben.
Hintergrund
Die Eisengießerei gehört seit Jahrzehnten zur industriellen Struktur Ueckermündes. Zu DDR-Zeiten arbeiteten dort zeitweise rund 1.100 Menschen. Die heutige Beschäftigtenzahl liegt erheblich darunter, dennoch zählt das Werk weiterhin zu den bedeutenden industriellen Arbeitgebern der Stadt.
Seit 1999 wechselte der Betrieb mehrfach den Eigentümer. Damals wurde das Unternehmen an einen US-amerikanischen Eigentümer verkauft. Später gehörte das Werk zur britischen MAT Foundry Group, inzwischen ist es Teil der Breyden-Gruppe. Mit den Eigentümerwechseln verlagerten sich Entscheidungen über Investitionen, Kapazitäten und die Zukunft des Standortes wiederholt auf neue Unternehmensgruppen.
Gießereien benötigen Energie, um Metall zu schmelzen und zu verarbeiten. Zugleich entstehen bei Produktionsanlagen Kosten, die auch bei niedriger Auslastung anfallen. Werden weniger Gussteile bestellt, verteilen sich diese Kosten auf eine geringere Produktionsmenge. Dieser Mechanismus erklärt, warum Energiepreise, Nachfrage und Auslastung für die wirtschaftliche Bewertung eines Gießereistandortes eine wichtige Rolle spielen. Ob und in welchem Umfang einzelne Faktoren in Ueckermünde ausschlaggebend sind, lässt sich ohne betriebliche Kennzahlen jedoch nicht unabhängig beurteilen.
Entscheidende Fragen bleiben offen
Bestätigt ist derzeit der Plan der Breyden-Gruppe, das Werk Ende 2026 stillzulegen. Ebenfalls fest steht, dass mehrere Hundert Beschäftigte betroffen wären und Gespräche über die arbeitsrechtlichen Folgen vorbereitet wurden. Die Bemühungen von Land, Stadt, Betriebsrat und IG Metall haben bislang keinen bekannten Übernahmeinteressenten hervorgebracht.
Offen bleibt dagegen, welche Fortführungsmodelle geprüft werden, wie viel Zeit dafür zur Verfügung steht und unter welchen Bedingungen der Betreiber seine Entscheidung ändern könnte. Möglich wäre eine neue Perspektive nur, wenn die laufenden Gespräche zu einem konkreten und wirtschaftlich belastbaren Vorschlag führen. Kommt ein solcher Vorschlag nicht zustande, dürfte sich der Schwerpunkt zunehmend auf die Vereinbarungen für die Belegschaft verlagern.
Für Ueckermünde steht damit nicht nur die Zukunft eines traditionsreichen Betriebes zur Entscheidung. Der Fall zeigt auch, wie stark ein Industriestandort von der Auftragslage, den Produktionskosten und den Entscheidungen seiner Eigentümer abhängt. Ob die laufende Suche noch zu einer Fortführung führt, lässt sich erst bewerten, wenn konkrete Ergebnisse oder ein möglicher neuer Betreiber bekannt werden.













